NOZ.ch

Plattentaufe im Chrämerhuus

LANGENTHAL Im Winter 2001 spielte die Langenthaler Metal-Band Palmer ihre erste Live-Show. Wo? Natürlich im Chrämerhuus. Zum 10-jährigen Bühnenjubiläum taufen Steve Diener, Jan Wälchli, Ueli Heiniger und Remo Röschli ihr neues Album «Momentum» am Geburtsort ihrer Live-Karriere. Die CD wurde im Herbst 2010 in den Little Creek Studios in Gelterkinden aufgenommen und hat von der Fachpresse bereits einige Vorschusslorbeeren erhalten. Mit der Westschweizer Band «Kruger» und der französischen One-Man Band «Zero Absolu», welche als Special Guest die Bühne zum Beben bringen, wird der Abend zum feuchten Traum jedes Heavy Metal-Fans. Plattentaufe «Momentum»: Palmer (Langenthal), Kruger (VD), Zero Absolu (F), Samstag, 26. März, 20.30 Uhr, Fr. 15.-, im Kulturzentrum Chrämerhuus, Langenthal. Die NOZ verlost 2×2 Tickets. E-Mail mit dem Betreff «Palmer» an frei@noz.ch, Einsendeschluss: Freitag, 25. März, 9 Uhr. Bitte Telefonnummer vermerken! pd

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Mitelland Zeitung

Zwischenhalt in der Heimat

Martina Schlapbach

Chrämerhuus: Metalband Palmer trat mit italienischen Gästen auf

Nach Auftritten in Rom und Turin verschlug es «Palmer» dieses Wochenende zurück in den Oberaargau. Hier, im Chrämerhuus in Langenthal, zeigten die vier Metalheads, wofür sie bekannt sind: laute und authentische Live-Acts.

Darauf hatte das Publikum nur gewartet. «Mir si vo Langethau», schrie Frontmann Steve Diener ins Mikrofon, und seine – fast ausschliesslich männliche – Fangemeinde stimmte ihm kopfnickend, zuweilen johlend zu. Die vier Musiker auf der Bühne führten das musikalische Geschrei ihrerseits mit der Nummer «Temptation» fort, einem unter neun Songs ab ihrer Debüt-CD «This one goes to eleven». Im November hatte die Noisecore-Band die Scheibe im Kleintheater eingeweiht, am Freitagabend trat «Palmer» seither erstmals wieder in Langenthal auf.

Drei Römer zu Gast

Eröffnet hatte das Konzert im Chrämerhuus die italienische Band The Orange Man Theory, mit der «Palmer» zurzeit durch Europa tourt. Nach gemeinsamen Auftritten in Rom und Turin vergangener Woche, waren nun die Italiener an der Reihe, den Gästepart zu übernehmen. Diesen meisterten die drei Römer, die jüngst in den USA unterwegs waren, gewohnt wild und intensiv. Durchmischt von Punk- und Indie-Klängen dominierte harter Metal-Sound, was ihnen das Hardcore-Publikum allenthalben mit schüttelnden Mähnen verdankte.

Dass letztlich dennoch die Lokalmatadoren als die eigentlichen Anziehungsmagnete des Abends galten, brachte die laufend zunehmende Zuhörerzahl zum Ausdruck. Magnetisch wirkte denn auch deren Sound. Ein Gitarrensolo von Jan Wälchli begeisterte das Publikum ebenso wie das einmal abgestimmte, dann wieder spontan gestaltete Ineinandergreifen von Drums und Bass, ja selbst das seitens des Sängers als Rülpser gestaltete Song-Ende wurde mit lautem Klatschen quittiert.

Wer bin ich eigentlich?

Scheinbar zu brechen drohten die Balken, als die seit 2000 bestehende Langenthaler Band schliesslich den dunklen Raum mit ihrem Song «Who am I» erfüllte. Fliessend drangen die fragenden Sätze à la «Where do I come from, what am I doing here, where am I going to» durch die Rauchschwaden und vermischten sich mit denselben, um in der finalen Grundsatzfrage zu münden: «Who Am I?» Noisecore und Philosophie schliessen sich bei «Palmer» eben keineswegs aus.

Mitelland Zeitung

«Palmer» mit Gästen aus Italien

mgt

Für die Band Palmer standen in dieser Woche zwei Auftritte im Ausland an. Auf Einladung der Band The Orange Man Theory aus Rom bestritten die vier Metalheads aus Langenthal je einen Auftritt in Rom und in Turin. Heute Abend revanchieren sich «Palmer» nun mit einem gemeinsamen Konzert im «Chrämerhuus». Türöffnung zu dem schweizerisch-italienischen Gemeinschaftsprojekt im Gebiet der Noisecore-Musik ist um 21 Uhr. Der Eintritt zu diesem Konzerterlebnis beträgt 15 Franken. Tickets im Vorverkauf erhältlich unter: tickets.petzi.ch

NOZ – Neue Oberaargauer Zeitung

Palmer

Langenthal- «Palmer sind ein Kapitel Schweizer Musikszene für sich – aber eines der besseren. » Für die Langenthaler Band PALMER stehen diese Woche die ersten Auftritte im Ausland seit der Veröffentlichung von «This one goes to eleven» an.

Zusammen mit THE ORANGE MAN THEORY aus Rom – welche ebenfalls im Gebiet des Noisecore anzusiedeln sind bestreiten die vier Metalheads drei Daten in Italien und der Schweiz. Die Römer luden die Langenthaler für zwei gemeinsame Konzerte nach Italien ein und Palmer revanchieren sich wiederum mit einem gemeinsamen Auftritt in ihrer Heimatgemeinde Langenthal. Am 2. Mai ist es soweit. Im Chrämerhuus in Langenthal beginnt das Konzert um 21 Uhr.

Aargauer Zeitung

Brachial und melancholisch

Michelle Huber

Der Badener Remo Roeschli spielt mit seiner Langenthaler Band
Palmer im Merkker.

Man kennt ihn als den freundlichen Verkäufer im Snowboard- und Skateshop Pabobi: Remo Roeschli, nie um ein Spruch verlegen, mit seinem spitzen Ziegenbärtchen und dem Berner Dialekt. Doch die gemütliche Erscheinung hat auch noch andere Talente: Morgen Abend wird er mit seiner Band Palmer aus seiner Heimat Langenthal das Merkker
rocken. „Brachial und melancholisch“, bezeichnet der Drummer den Stil seiner seit 2000 bestehenden Band – so genannter „Noisecore“. „Es ist immer schön, das eigene Album dem Publikum zu präsentieren“, sagt Remo Roeschli im Hinblick auf sein Heimspiel. Besonders nervös mache ihn der Gedanke, vor so vielen bekannten Gesichter zu spielen, aber nicht. Er ist der einzige der vier „Palmer-Gielen“, der in Baden lebt. Und dies nun schon seit 8 Jahren.

Wenn er von seiner Band und dem neuen Album erzählt, spührt man die Leidenschaft und Hingabe, mit der sich Roeschli der Musik widmet. Sichtlich stolz ist er daher auch auf das Debut-Album von Palmer, welches nach langer und harter Arbeit seit November erhältlich ist. Die mit neun hammerharten und vielschichtigen Songs bestückte Platte
„This one goes to eleven“ (in Baden erhältlich bei Zero Zero), ist ein unvergleichliches Werk. „Wir konfrontieren die Leute mit vielen verschiedenen Stilelementen“, sagt Roeschli, möchte den Sound aber nicht als zu komplex für das „normale“ Hardcore- oder Metal-Publikum bezeichnen. „Bei unseren Songs weiss man einfach nie, was als nächstes
kommt oder was noch alles passieren kann“, erklärt er. Gemeinsam mit Sänger Steve Diener, Gitarrist Jan Wälchli und Bassist Ulrich Heiniger hofft der Badener Drummer nun auf viele weitere Konzerte – das Album
soll ihnen dabei für etwas Rückenwind sorgen. „Bis jetzt haben wir bereits einen recht guten Absatz von „This one goes to eleven“. Besonders dafür, dass diese Szene in der Schweiz nicht besonders gross ist“, freut sich Roeschli und fährt fort: „Grundsätzlich möchten wir aber einfach so viel wie möglich live spielen.“ Dazu werden Palmer dann im kommenden April jede Menge Gelegenheit haben, dann gehen sie gemeinsam mit der Band „The Orange Man Theory“ auf Tour durch Italien, Frankreich und Belgien.

Veranstaltungshinweis:

Palmer, Die By Design, Lies behind the Smile

Live am 8.dez.07 im Merkker Baden ab 21:00uhr

Berner Zeitung

Palmer: Tierisch laut abgerockt

Nadja Noldin

Die Langenthaler Band Palmer ist wild, melodiös und intensiv. Und sie ist vor allem eines: laut. Am Samstag war CD-Taufe.

Ohropax rein und ab gehts. Die rund 80 Metalfans kriegen die volle Dröhnung ab, Palmer gibt Vollgas und dreht voll auf. Der Sound ist energiegeladen, intensiv, unbändig, hart. Frontmann Steve Diener schreit sich die Seele aus dem Leib. Der Rest der Band, Gitarrist Jan Wälchli, Bassist Ueli Heiniger und Drummer Remo Röschli, umgeben das inbrünstige Geschrei mit temporeicher, heftiger und melodiöser Musik. Chaos und Einklang gehen eine abwegige Beziehung ein. Mit wenig Worten lässt sich Palmers Stil kaum umschreiben. Die Band selbst nennt das, was sie produziert, «Palmernoise». Und eins ist Palmer wirklich: tierisch laut. Auf die Vorband Sludge aus der Romandie indes scheint nur ein Wort zuzutreffen: brachial. Der Rest ist Staunen darüber, wie Lärm irgendwie doch auch Musik sein kann.

Für Palmer ist das Konzert im Kleintheater Langenthal ein Heimspiel. Und eine CD-Taufe. Ohne grosse Zeremonie wird das Debütalbum auf den Namen «This one goes to eleven» getauft. «Nach sieben Jahren haben wirs endlich geschafft», freut sich Steve Diener. Dann heisst es wiederum Ohropax rein. Das Publikum geht ab. Haare wirbeln durch die mit Zigarettenrauch geschwängerte Luft. In den vorderen Rängen ist Headbanging angesagt. Genickstarre und Ohrensausen (für die Nicht-Ohropaxtragenden) sind vorprogrammiert. Trotzdem, den Metallern gefällts so sehr, dass sie Palmer am Schluss nicht gehen lassen wollen. «Spielt noch eins», rufen sie unnachgiebig auch nach der zweiten Zugabe.

Berner Zeitung

43 Minuten palmersche Dröhnung pur

Kathrin Holzer

Die Langenthaler Band Palmer tauft nach sieben Jahren ihr erstes Album. Für Metalfans ein langersehnter Leckerbissen.

Für die einen ist es Geschrei mit Lärm, Kritiker sprechen vom intensiven Chaos, Palmer selbst bevorzugen den Begriff «Noisecore». Den Lärm würden sie schliesslich bewusst einstreuen in ihre Musik, erklärt Ueli Heiniger, Bassist der Langenthaler Metalband. Chaotisch und laut – melodisch und spannungsvoll: So kennen und lieben Fans das Quartett seit sieben Jahren. Morgen Samstag laden Palmer ins Langenthaler Kleintheater: zur Taufe ihres ersten Albums.

In neuem Licht

Eine EP mit vier Tracks gabs zwar 2004 schon. «This one goes to eleven» bringt nun aber die volle palmersche Dröhnung. Keine neuen Songs eigentlich, erklären die Bandmitglieder. «Manche Lieder haben wir aufs Album hin jedoch in einem neuen Licht betrachtet», sagt Sänger Steve Diener. Und Gitarrist Jan Wälchli: «Manches ist nach Jahren jetzt erst fertig geworden.»

Aufgenommen haben Palmer die neun Songs des Albums im Little Creek Studio bei Gurd-Frontmann und Metal-Produzent V.O. Pulver. «Er hats im Ohr und im Blut», sagt Diener sichtlich angetan vom Resultat der gemeinsamen Studiozeit. «V.O. Pulver weiss eben, was es braucht, weil er selber auch Metal macht.» Nicht auf die Songs habe er Einfluss genommen, sondern auf den Sound, schwärmt auch Bassist Heiniger.

V.O. Pulver hatten Palmer an ihrem ersten Konzert kennengelernt. Beziehungen pflegen sie auch mit andern wichtigen Teilen der Metalszene. Und haben sich in dieser längst einen Namen gemacht.

Metalszene horcht auf

Kommt mit dem ersten Album nun der ganz grosse Schritt nach vorn? «Wir haben wohl noch nie so viele Konzerte gehabt wie jetzt», sagt Steve Diener. Das liege sicher auch am Album. «Wenn in der kleinen Metalszene etwas verheissungsvoll klingt, ist das Interesse doch schnell da.» Gegen einen weltweiten Vertrieb oder eine kleine Auslandtour, dagegen hätten sie alle nichts. Ziel sei aber nicht, daneben nicht mehr arbeiten zu müssen, so Wälchli, stellvertretender Geschäftsführer der Alten Mühle. Und der Reallehrer und frischgebackene Vater Steve Diener sinniert: «Es ist auch ein Privileg, Musik machen zu können, ohne davon leben zu müssen.»

Plattentaufe: Morgen Samstag, ab 20 Uhr (und 18 Jahren), Konzert um 21 Uhr. Kleintheater Mühle, Langenthal. Support: Sludge. «This one goes to eleven» ist ab sofort im Handel erhältlich.